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We don't need a handfull of people...

Diese Woche haben sich Monika Gstöhl, Geschäftsführerin der LGU, und Silvia Böhler vom Volksblatt über aktuelle Umweltprobleme ausgetauscht.

Das Interview zum Nachlesen gibt es hier.

Aus diesem Anlass finden Sie hier ein paar Anregungen wie jede(r) Einzelne von uns im Alltag einen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann.

1. Nutzen Sie umweltfreundliche Mobilitätsformen

Liechtenstein weist die höchste Motorisierungsrate in Europa auf. Auf das Auto zu setzten, ist bei uns ganz normal. Dabei gibt es doch sicherlich auch Wege die jede(r) von uns zu Fuss, mit dem Rad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen könnte. Das schont das Klima und ist zudem noch gesünder.

2. Kaufen Sie regionale und saisonale Lebensmittel

Wer beim Kauf von Lebensmitteln auf regionale und saisonale Produkte setzt, schützt das Klima und unterstützt die regionalen Produzenten. Denn bei regionalen Produkten fallen keine langen Transportwege an und Gemüse und Früchte schmecken am besten wenn sie frisch sind.

3. Wählen sie biologisch produzierte Lebensmittel

In der biologischen Produktion wird bewusst auf Kunstdünger und Pestizide verzichtet. Dies schont den Boden und kommt der Biodiversität zu Gute, denn Pestizide wirken sich nicht nur auf bestimmte Schädlinge aus, sondern beeinträchtigen auch andere Lebewesen.

4. Essen Sie mehr Gemüse

Durch unseren hohen Konsum von tierischen Produkten belasten wir die Umwelt und das Klima. Um Nutztiere zu halten und aufzuziehen, werden grosse Flächen für den Futteranbau, sowie sehr viel Wasser verbraucht. Durch die intensive Landwirtschaft sowie den Transport der Tiere wird viel CO2 freigesetzt.

5. Versuchen Sie Energie zu sparen

Es gibt einige einfache Dinge die Sie beachten können, um Energie zu sparen. Lassen Sie nicht unnötig das Licht an, kaufen Sie am besten LED Leuchten, hängen Sie Wäsche auf, anstatt den Wäschetrockner zu benutzen und stellen sie die Heizung nicht unnötig hoch ein.

6. Achten Sie auf Energieeffizienz bei Geräten

Wir haben es technischen Fortschritten zu verdanken, dass unsere heutigen Geräte um ein vielfaches effizienter geworden sind. Sollten Sie ein neues Elektrogeräte brauchen, achten Sie beim Kauf auf die Energieverbrauchskennzeichnung und wählen Sie das Gerät mit niedrigem Energieverbrauch.

7. Kaufen Sie nachhaltig produzierte Mode

Kleiden Sie sich mit möglichst umweltfreundlich produzierter Mode ein. Es gibt heute zahlreiche Labels die genau darauf achten und transparent aufzeigen wie, wo und unter welchen Arbeitsverhältnissen ihre Produkte hergestellt werden.

8. Vermeiden Sie Lebensmittelabfälle

Kaufen Sie nicht zu viele Lebensmittel ein. Durch gezielte Planung lassen sich Lebensmittelabfälle vermeiden. In der Schweiz sind gemäss BAFU zwei Drittel aller Lebensmittelabfälle vermeidbar. Dies entspricht einem Verlust von 190 kg Lebensmittel pro Kopf und Jahr.

9. Vermeiden Sie überflüssige Verpackungen aus Plastik

Plastik besteht aus Erdöl, also einem begrenzten Rohstoff. Aus diesem wird mit grossem Energieaufwand Plastik produziert. Nach nur einem einmaligen Gebrauch landet das wertvolle Material dann bestenfalls im Abfall. Dieser wird wiederum zur Müllverbrennung transportiert wo er mit Hilfe eines hohen Energieaufwandes verbrannt  wird. Wählen Sie besser Materialien die wieder verwendet oder recycelt werden können.

10. Geniessen Sie ihre Ferien in der Nähe

Lange Reisen mit dem Auto, Flugzeug oder Schiff verursachen hohe CO2 Mengen und belasten somit das Klima. Vielleicht verbringen Sie ihre nächsten Ferien in der Region?

11. Die Goldene Regel: Konsumieren Sie weniger und bewusster

Die meisten von uns konsumieren zu viel. Dies belastet die Umwelt unnötig, denn es werden Ressourcen verbraucht, die nicht genutzt werden sondern bestenfalls im Abfall landen. Überlegen Sie sich deshalb was sie wirklich brauchen und konsumieren Sie bewusst.

Zu guter Letzt: Weniger zu brauchen, auf etwas zu verzichten tönt vielleicht erstmals nicht sehr ansprechend. Um unsere Ressourcen zu schonen wird es aber unumgänglich sein. Fangen Sie klein an, probieren Sie aus und stecken Sie den Kopf nicht in den Sand wenn es nicht gleich perfekt gelingt. Manchmal ist es auch wirklich schwierig die richtigen Entscheidungen zu treffen – sollen es nun die in Plastik verpackten Bio-Aprikosen aus der Region oder doch lieber die Unverpackten aus dem Ausland sein?

Wir finden Anne Marie Bonneau trifft es ziemlich auf den Punkt und ihr Zitat sollte auf weitere Umweltthemen ausgeweitet werden. „Wir brauchen keine Handvoll Menschen die es perfekt machen, sondern Millionen von Menschen die es nicht ganz so perfekt können (und sich versuchen zu verbessern).“

In unseren Rubriken Themen>Nachhaltige Entwicklung und Links>Nachhaltige Entwicklung finden Sie noch mehr Informationen zum Thema.

 

 

Termine
Vortrag: Natur und Mensch Im Rahmen der Vortragsreihe des Liechtenstein Instituts "Gestern - Heute - Morgen: Perspektiven auf Liechtenstein" setzt sich der Referent Heiner Schlegel, Dipl. Geograph, mit der Beziehung des Menschen zu Natur und Landschaft auseinander. Donnerstag 24.Oktober 2019 19:00 - 20:30 Mehrzwecksaal Haus St. Theodul, Landstrasse 4, Triesenberg
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