ETH-News: Wie es der Biodiversität geht, ist keine Ansichtssache

In der Schweiz wird am 22. September 2024 über die Biodiversitätsinitiative abgestimmt. Im Vorfeld der Abstimmung werden grundsätzliche Einsichten zum Zustand der Biodiversität kontrovers diskutiert. Der ETH-Professor Loïc Pellissier mahnt, auf dem Teppich der Tatsachen zu bleiben: Die Situation der Biodiversität in der Schweiz sei besorgniserregend.

Trotz ihrer existenziellen Bedeutung nimmt die Biodiversität ab. Hauptursachen für den Verlust von Biodiversität sind der Rückgang hochwertiger Lebensräume, die Umweltverschmutzung und zunehmend auch der Klimawandel. Über ein Drittel der Arten und mehr als die Hälfte der Lebensraumtypen sind gefährdet, macht Professor Pellessier deutlich.

Was bisher an Instrumenten und Massnahmen umgesetzt wurde, reiche nachweislich nicht aus, um den Biodiversitätsverlust zu stoppen.

Prof. Loïc Pellessier hat auch gute Nachrichten: Der negative Trend sei umkehrbar, indem mehr hochwertige Flächen wie Feuchtgebiete oder Trockenwiesen wiederhergestellt und besser miteinander vernetzt und unterhalten würden.

Leider stocke jedoch der Aufbau der benötigten ökologischen Infrastruktur seit Jahren. In sämtlichen Lebens- und Naturräumen gäbe es einen grossen Bedarf für rasches und entschiedenes Handeln. In der Verantwortung stünden alle Bereiche der Gesellschaft.

Das Thema sei leider für viele schwer fassbar, denn Biodiversität bleibe ein abstrakter Begriff und ihr Verlust fände für die meisten Menschen im Verborgenen statt, bedauert der ETH-Professor.

Die LGU setzt sich mit ihren Umsetzungsprojekten direkt für eine Verbesserung der Biodiversität in Liechtenstein ein. Mit unseren Umweltbildungsprojekten, dem LGU-Newsletter und weiteren Publikationen sowie Veranstaltungen machen wir Biodiversität erlebbar und ihre Bedeutung deutlich.

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