Der Iltis ist Tier des Jahres 2024
Als Pro Natura-Tier des Jahres 2024 ist der Iltis ein Botschafter für strukturreiche Landschaften, naturnahe Feuchtgebiete und gut vernetzte Lebensräume mit vielen Versteckmöglichkeiten. Der dämmerungs- und nachtaktive Einzelgänger ist schwer zu beobachten. In Liechtenstein ist er zwar selten, kommt aber vermutlich in den Tallagen von Balzers bis Ruggell vor.
Das kleine Raubtier aus der Familie der Marderartigen mit seiner lebhaften Färbung und der dunklen «Augenmaske» hält sich gern in naturnahen Wäldern mit gestuften Waldrändern in der Nähe von amphibienreichen Feuchtgebieten auf. Kröten und Frösche stehen auf dem Speiseplan des Iltis (Mustela putorius) ganz oben, aber auch tote Fische, Laich, Jungvögel oder Insekten werden nicht verschmäht.
Der Iltis ist kein so guter Kletterer wie einige seiner heimischen Marder-Verwandten. Daher ist er auf gute Versteckmöglichkeiten am Boden angewiesen wie z.B. Ast- und Steinhaufen oder dichte Hecken. In seinen Verstecken legt er sich auch Nahrungsdepots an.
Schon sehr früh wurden Iltisse als geschickte Jäger für die Kaninchenjagd domestiziert und später weitergezüchtet. Diese Zuchtform des Iltis, die auch als Haustier gehalten wird, heisst Frettchen.
Iltisse paaren sich im Frühjahr/Frühsommer und nach rund 40 Tagen werden 3-10 nackte und blinde Junge geboren. Ihre Augen öffnen sich nach rund 30 Tagen. Nach etwa drei Monaten sind die jungen Iltisse selbständig. Die Jungen-Sterblichkeit ist bei Iltissen sehr hoch.
In der Schweiz ist er in der Roten Liste als «verletzlich» eingestuft. In Liechtenstein gibt es zu wenig Daten für eine entsprechende Beurteilung. Helfen können wir dieser seltenen Art durch strukturreiche und gut miteinander vernetzte Lebensräume, durch den Schutz und die Wiederherstellung von naturnahen Feuchtgebieten und indem wir den Eintrag von Umweltgiften reduzieren.
Quellen und weitere Informationen:
Die Fotos wurden uns dankenswerterweise von Wolfgang Caspers zur Verfügung gestellt.
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für Umweltschutz LGU
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