Stellungnahme zu PAK-Risiken: Gesundheitsgefahren beim Asphaltrecycling-Projekt
Die LGU begrüsst grundsätzlich das Vorhaben der AlbStein Recycling GmbH, Altasphalt aufzubereiten und damit Ressourcen zu schonen. In ihrer Stellungnahme zum Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) hebt die LGU hervor, dass ein solches Recyclingprojekt ökologisch sinnvoll sein kann – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass keine neuen Umweltbelastungen entstehen.
Kritisch wird angemerkt, dass der UVB zentrale Aspekte der Umweltverträglichkeit unzureichend behandelt. So fehlt eine detaillierte Untersuchung der Auswirkungen auf umliegende sensible Gebiete – darunter Magerwiesen, Gehölze, Gewässer und Grundwasserschutzzonen. Auch eine realistische Modellierung der Feinstaubverfrachtung durch Windereignisse wie Föhn wurde nicht vorgenommen. Dies ist besonders relevant, da beim Brechprozess von Asphalt sowohl Feinstaub als auch gesundheitsschädliche Stoffe wie PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) freigesetzt werden können. Dem könnte entgegengewirkt werden, wenn sämtliche Arbeitsschritte in einer geschlossenen Halle stattfinden.
Die LGU fordert daher eine umfassende Nachbesserung des UVB – unter anderem durch:
eine konkrete Modellierung der Staubverfrachtung unter realistischen Bedingungen,
eine Bewertung der Auswirkungen auf die umliegende Umwelt,
die Prüfung, ob eine vollständige Halleneinhausung der Anlage möglich ist,
und eine Klärung offener Punkte zu Emissionen, Betriebszeiten und Verkehrsbelastung.
Nur durch eine transparente, vollumfängliche Betrachtung der Umweltauswirkungen kann sichergestellt werden, dass das Vorhaben im Einklang mit Umwelt- und Gesundheitsschutz steht.
Weitere Beiträge zu diesem Thema
Das Entamoos in Balzers: Föhrenwald, Magerwiese und Lebensraumvielfalt
Das Entamoos ist ein einzigartiger Föhrenwald und ein Relikt der früheren Rheindynamik mit vielen seltenen Pflanzen, einer besonderen Baumstruktur und wertvollen Lebensräumen für Tiere. Damit diese Vielfalt auch in Zukunft erhalten bleibt, setzen wir uns mit gezielten Pflanzungen für den Fortbestand dieses Naturraums ein.
Tentscha-Bannriet: Lebensraum für bedrohte Arten
Das Tentscha-Bannriet vereint Naturschutz und Landwirtschaft in perfekter Harmonie und bietet einen Lebensraum für seltene und bedrohte Arten. Wir haben im Laufe des Jahres 2025 im Gebiet verschiedene Massnahmen umgesetzt, um unterschiedliche Zielarten zu fördern und die Artenvielfalt langfristig zu sichern.
Tier des Jahres 2026: Der Igel
Als Pro Natura-Tier des Jahres 2026 steht der Igel im Mittelpunkt des Naturschutzes. Dieses charmante, nachtaktive Säugetier mit seinem stacheligen Fell ist in vielen Gärten und Landschaften zuhause.
Ein herzliches Dankeschön und alles Gute für den neuen Lebensabschnitt.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedeten wir Ende November Monika Gstöhl nach 12 Jahren engagierter Arbeit bei der Liechtensteinischen Gesellschaft für Umweltschutz (LGU) in den wohlverdienten Ruhestand.
Liechtensteinische Gesellschaft
für Umweltschutz LGU
Kirchstrasse 5
Schaan, Liechtenstein


