Feinstaub durch Abgase – Mehr Einfluss als erwartet!
Aerosole entstehen nicht nur auf direktem Weg, wie etwa durch das aufwirbeln von Staub, dem Verblasen von Pollen durch den Wind oder durch das Verbrennen von Benzin in einem Automotor. Denn sie können auch über Umwege entstehen. Solche indirekt entstandene Aerosole stammen aus der Gasphase, welche durch chemische Prozesse Feststoffe erzeugt. Dieser Prozess kommt in der Natur z.B. bei Pflanzen vor, die während des Tagesverlaufes Terpene und Isoprene ausstossen, die in der Atmosphäre dann zu festen Partikeln reagieren. Diese Reaktionen geschehen sehr schnell, sodass die entstandenen Partikel meist in der Nähe der ursprünglichen Quellen entstehen.
Durch diesen Prozess entstandene Aersole sind meist sehr klein und klassifizieren sich dadurch als Feinstaub. Dieser ist gesundheitlich relevant, da diese kleinen Partikel tief in die Lunge eindringen und Schäden verursachen können.
Ein internationales Forschungsteam unter der Führung vom Paul Scherrer Institut (PSI) hat nun bei Versuchen am CERN in Genf herausgefunden, dass die indirekte Aerosolproduktion aus Gasen menschengemachter Quellen sehr viel langsamer geschieht als die natürliche. Dies stammt daher, dass oft viele verschiedene Reaktionsschritte für die Umwandlung nötig sind. So kann es von 6 Stunden bis zu 2 Tagen dauern, bis sich der Feinstaub aus den Gasen gebildet hat. Daraus folgt ein viel grösseres Streugebiet als zuvor angenommen, da die Gase in dieser längeren Zeit weitere Strecken zurücklegen können.
Diese neuen Erkenntnisse bedeuten, dass zu einer effektiven Bekämpfung des gesundheitsschädlichen Feinstaubs auch diese indirekte Aerosolproduktion genauer ins Auge gefasst werden muss. Das Forschungsteam schätzt, dass ca. 70 Prozent der menschengemachten Aerosolverschmutzung durch den indirekten Weg entstehen. Das Feinstaubproblem lässt sich also nicht nur durch Partikelfilter und ähnliche Massnahmen zur Reduzierung der direkten Emissionen lösen, sondern es müssen auch die Vorgängergase reduziert werden.
Diese Gase entstehen z.B. als Autoabgase oder beim Heizen der eigenen vier Wände. Deshalb kann es bereits viel bewirken auf das Auto zu verzichten und stattdessen das Fahrrad, die eigenen Beine oder den öffentlichen Verkehr zu benutzen.
Weitere Beiträge zu diesem Thema
Einladung zum Goldruteneinsatz 2026
Gemeinsam laden wir auch dieses Jahr zur Neophytenbekämpfung im Ruggeller Riet ein. Der Arbeitseinsatz findet am Samstag, 20. Juni 2026, von 8:00 bis 12:00 Uhr statt. Treffpunkt ist um 7:45 Uhr beim Vereinshaus des Fischereivereins. Anmeldung bis spätestens 12. Juni erforderlich.
Einladung zum Townhall-Event zu nachhaltiger Stadtgestaltung und KI
Wir laden am 30.4.2026 und am 2.5.2026 zu einer virtuellen Veranstaltung der Universität Liechtenstein ein - mit Thema: "Kann künstliche Intelligenz nachhaltig sein?". Anmeldungen bitte an eda.buldas@uni.li
24. April, 18:30: Critical Mass, Konzert & Streetbike Trial
Im Rahmen der Ausstellung "Das 3x3 der neuen Mobilität" hat die LGU mehrere Veranstaltungen geplant.
21. April, 14:00 - 16:00: Praktische Einführung in die Nutzung von LIEbikes
Im Rahmen der Ausstellung "Das 3x3 der neuen Mobilität" hat die LGU mehrere Veranstaltungen geplant.
Liechtensteinische Gesellschaft
für Umweltschutz LGU
Kirchstrasse 5
Schaan, Liechtenstein
© Anne Nygård via Unsplash


