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Drei Länder - eine Region - eine S-Bahn

Der langfristige Erfolg der florierenden Wirtschaftsregion Alpenrheintal hängt davon ab, wie zukunftsfähig wir unsere Mobilität gestalten. Zusammen mit sieben Organisationen aus der Region fordert die LGU eine Offensive im Ausbau des Schienenverkehrs. Das Angebot des öffentlichen Verkehrs schafft Nachfrage und nicht umgekehrt.

Öl wird immer knapper und teurer, die Auswirkungen des Klimawandels werden kostspielig und risikoreich. Die fossile Mobilität ist eine Sackgasse und unrentabel. Fehlinvestitionen in Strassenbau verhindern die Realisierung zukunftsfähiger Systeme.

Grenzüberschreitend planen

Bedeutende Wirtschaftsunternehmen in der Region wachsen rasant, neue kommen hinzu. Die Zahl der Arbeitsplätze steigt, und damit auch die Zahl der grenzüberschreitenden Pendler und Pendlerinnen. Soll die Region als Wirtschaftsstandort langfristig attraktiv bleiben, braucht es nachhaltige Konzepte, um den Arbeitsverkehr abzuwickeln. Der motorisierte Individualverkehr schmälert die Lebensqualität und verursacht steigende volkswirtschaftliche Kosten. Nur eine Offensive im Ausbau des Schienenverkehrs im Rheintal sichert den Wohlstand. Innovative grenzüberschreitende Institutionen sollen die Koordination, Finanzierung und schnelle Realisierung des regionalen Agglomerationsverkehrs sichern.

Südeinfahrt statt Südumfahrung

Fehlinvestitionen in Strassenbau bremsen die Entwicklung hin zu einem nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen über Jahrzehnte. Die acht Organisationen fordern jetzt vernünftige Investitionsentscheidungen, ganz konkret: Südeinfahrt statt Südumfahrung Feldkirch. Die unterirdische Bahn-Südeinfahrt nach Tisis-Feldkirch ist das Herzstück der regionalen S-Bahn Feldkirch-Buchs-Sargans. Das S-Bahn-Angebot muss Nachfrage schaffen: Nur ein 15-Minutentakt zu Hauptverkehrsszeiten bringt den gewünschten Umsteigeeffekt. Dazu braucht es den Ausbau auf Doppelspur mindestens auf den Strecken Feldkirch-Nendeln und Buchs-Sargans.

Saubere Luft und Bewegung machen gesund

Die prekären Feinstaubbelastungen in der Region stammen zur Hälfte aus dem Verkehr. Atemwegerkrankungen nehmen vor allem bei Kindern und älteren Menschen zu. „Mobilität und Gesundheit spielen zusammen – nicht nur wegen der Dreckluft. Der Bewegungsmangel ist Todesursache Nummer eins“, so Georg Sele vom VCL. Das Fahrrad eignet sich hervorragend für Strecken bis etwa 5 Kilometer; etwa die Hälfte der Autofahrten sind solche Kurzstrecken. Dienstvelos sind wieder im Kommen. Die acht Organisationen schlagen ein regionales Fahrradverleihsystem mit einem dichten Netz an Stationen vor. Das spart Kosten und erzeugt Synergien mit dem öffentlichen Verkehr. Die gesündesten Verkehrsmittel – zu Fuss gehen und Rad fahren – brauchen wieder mehr Präsenz im öffentlichen Raum.

 

Zum Peak Oil:

Schweizerische Energiestiftung SES

Association for the Study of Peak Aspo


Zur Medienkonferenz vom 24. Januar:

Medienmitteilung (pdf)

Beiträge (pdf)

 

Partner:

Grenzüberschreitendes Forum für Nachhaltige Entwicklung: www.transform.li

Verkehrs-Club Liechtenstein www.vcl.li

 

 

 


 

 

 



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