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Die LIEWO-Seite der LGU vom Oktober: Energiewende

Was steckt in dem Begriff "Energiewende"? Bedeutet er für uns "nur" eine Abkehr vom Atomstrom und/oder von fossilen Energieträgern oder umfasst er auch einen gesellschaftlichen Wandel? Die LGU möchte mit ihrem Beitrag auf aktuelle Entwicklungen aufmerksam machen und plädiert für einen achtsamen Umgang mit einer wertvollen Ressource.

Mehr als ein Drittel der in Liechtenstein verbrauchten Energie kommt aus der Steckdose. Eine Grafik in der neuen Broschüre "Liechtenstein in Zahlen 2017" zeigt dies sehr anschaulich (Download ist hier möglich). Die Verbraucher haben die Wahl, ob sie Strom aus erneuerbaren und umweltfreundlicheren Energiequellen wie Sonne, Wind oder Wasser konsumieren oder den günstigsten Strommix bezahlen, der zum grössten Teil aus Atomenergie und fossilen Energieträgern gewonnen wurde. Wie die Entscheidung ausfällt, ist zum einen eine Wertefrage und zum anderen ein ökonomisches Abwägen.

Eine Steigerung der Energieeffizienz und der Ausbau der Energieproduktion aus erneuerbaren und umweltfreundlichen Quellen, welcher in einer Zeit der zunehmenden Elektrifizierung zweifelsohne wichtig ist, dürfen nicht die einzigen Ziele im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung sein. "Energiewende" muss auch für einen Wandel in der Gesellschaft stehen, für einen achtsamen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen wie Wasser, Landschaft oder Biodiversität.

Strom made in Liechtenstein stammt nur aus erneuerbaren Energiequellen: Wasser, Sonne und Holz. Im Jahr 2014, während des Umbaus des Saminakraftwerkes zum Pumpspeicherkraftwerk, stammten rund 10% des in Liechtenstein verbrauchten Stromes aus einheimischen, erneuerbaren Energiequellen. Für das Jahr 2015 (mit dem Pumpspeicherkraftwerk Samina) beträgt der in den Statistiken angegebene Wert rund 18 %. Ein Pumpspeicherkraftwerk stellt einen Stromspeicher dar, der entweder ein Überangebot an elektrischer Energie aus dem Stromnetz aufnimmt oder günstig verfügbarem Strom nutzt und damit Wasser hinaufpumpt. Dieses Wasser wird in Zeiten hoher Energienachfrage turbiniert und damit wieder in elektrische Energie umgewandelt. Da derzeit aus den Statistiken noch nicht aufscheint, wie viel Energie zum Betrieb des Pumpspeichers aufgewendet wurde, haben wir die Zahlen aus dem Jahr 2014 verwendet. Wird das PSK Samina als reiner Kraftwerksbetrieb geführt, wird Strom produziert und die um etwa 8% höhere Eigenproduktion ist plausibel. Wenn allerdings der Pumpspeicherbetrieb läuft, dient es der Stromspeicherung und damit der Lastenumverteilung. Dies ist sinnvoll und wichtig, obwohl es dann netto keinen Strom produziert.

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