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UNO-Klimabericht: LGU fordert zum Handeln auf

Der Bericht rüttelt die Weltöffentlichkeit auf. Die LGU fordert die Abkehr vom „Nach uns die Sintflut“-Prinzip – der von Menschen verursachte Klimawandel lässt sich nicht aussitzen. Nun sind Taten gefragt, von Politik, Wirtschaft und VerbraucherInnen.


Der Klimabericht enthält an sich nichts Neues. Er belegt aber wissenschaftlich, was wir spätestens seit den Aufführungen des Al-Gore-Films alle wissen: Aufhalten können wir die Erwärmung nicht, aber bremsen. Das Alpengebiet ist besonders betroffen. Der aktuelle Winter führt uns dies in aller Deutlichkeit vor Augen. Die Zeiten des Winterschlafes sind vorbei.

Volkswohlfahrt neu definieren

Der Klimawandel bedroht die Zukunft unserer Kinder. Das Leben von Millionen Menschen ist bereits heute existenziell bedroht durch Dürren und Naturkatastrophen. Weltweit gibt es mehr Klimaflüchtlinge als Kriegsflüchtlinge. Wir, die wir dieses Elend mitverursachen, müssen solidarisch handeln und unseren Energieverbrauch senken. Nachhaltigkeit ist kein Schlagwort, sondern die wichtigste Bedingung für den Frieden auf der Erde. Wir fordern einen Miteinbezug der Tragfähigkeit der Erde in die Diskussion um Wohlstand, Wachstum und Gemeinwohl.

Verkehrspolitik mit Klimapolitik koordinieren

Der Verkehr stösst in Liechtenstein rund 36 Prozent der Treibhausgase aus. Die Fahrzeuge werden immer schwerer und verbrauchen immer mehr Treibstoffe. Eine nachhaltige Verkehrspolitik setzt auf einen Infrastrukturausbau im öffentlichen Verkehr und auf eine Förderung des Fuss- und Radverkehrs. Sie setzt Anreize für schadstoffarme Autos, zum Beispiel mit einer schadstoffabhängigen Motorfahrzeugsteuer oder Bonus-Malus-Systemen. Das Inselressort Verkehr stellt heute die Weichen für den CO2-Ausstoss von morgen. Wir fordern die Regierung und ganz speziell Verkehrsminister Martin Meyer auf, zum UNO-Klimabericht Stellung zu nehmen und auf die Planung neuer Strassen zu verzichten

Ehrgeiz und Wettbewerb anstacheln

Der Markt für erneuerbare Energieen und energieeffiziente Produkte bietet riesige Potenziale. Der Energieverbrauch von vielen Betrieben lässt sich noch drastisch reduzieren, vor allem durch die Nutzung von Abwärme. Die Unternehmen, aber auch die Verbraucher und Verbraucherinnen sind aufgefordert zum Energiesparen – das lohnt sich auch finanziell! Nur wenn alle einen Beitrag leisten, kommen wir einen Schritt voran. Bauen Sie nach dem Stand der Technik, das Land und die Gemeinden belohnen dies mit grosszügigen Beiträgen. Reisen Sie etwas weniger weit und nehmen Sie den Zug statt das Flugzeug. Gönnen Sie Ihren Kindern den Schulweg zu Fuss. Kaufen Sie nur Geräte der Effizienzklasse A, vermeiden Sie Geräte mit Standby-Verbrauch. Kaufen Sie regional produzierte Nahrungsmittel. Fragen Sie nach Liechtensteiner FSC-Holz bevor Sie zur Ikea fahren, oder rechnen Sie. Verlangen Sie bei Ihrer Bank nachhaltige Investitionsfonds. Unterstützen Sie Umweltorganisationen. Werden Sie grüner, es ist ganz einfach.

 

Forumbeitrag vom 7. Februar 2007

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