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Gemeinsam für sauberes Wasser und natürliche Gewässer

Der Fischereiverein Liechtenstein (FVL), die Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz (LGU) und die Botanisch-Zoologische Gesellschaft Liechtenstein-Sargans-Werdenberg (BZG) haben weitestgehend die gleichen Interessen und Ziele, wenn es um den Gewässerschutz geht. Im Rahmen eines Treffens in Vaduz durften die drei Präsidenten der Vereine ein entsprechendes Positionspapier der Liechtensteinischen Umweltministerin Dr. Renate Müssner überreichen.
Gemeinsam für sauberes Wasser und natürliche Gewässer

Bild von Daniel Ospelt: Die Präsidenten (v.l.n.r.) der Vereine BZG, Josef Biedermann, LGU, Rainer Kühnis und FVL, Günther Biedermann anlässlich der Übergabe des Positionspapiers an Frau Regierungsrätin Dr. Renate Müssner.

Ziel der Zusammenarbeit der drei Organisationen ist es, mit koordinierten Aktionen und Vorschlägen zur Lösung der noch vorhandenen negativen Einflüsse auf Wasser und Gewässer beizutragen, neue Probleme frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Dabei gilt es zwischen hausgemachten inländischen Problemen und solchen zu unterscheiden, die sich schädigend auf den Alpenrhein, und damit verbunden auf das Grundwasser, den Wasserhaushalt und die Giessen (grundwasserführende Talbäche) auswirken.

Nach den grossen Anstrengungen und Erfolgen von Land und Gemeinden, z.B. auf dem Gebiet der Abwasser- und Abfallsanierung oder der Gewässervernetzung, stehen landesintern noch massive Probleme an. So z.B. ist bis heute noch keine Lösung  zur  Restwassersanierung oder der schwallartigen Ableitungen von turbiniertem Wasser im Zusammenhang mit der Wasserkraftnutzung gefunden worden. Aber auch die Revitalisierungsprojekte unserer auf weiten Strecken begradigten Fliessgewässer sollen gemeinsam vorangetrieben werden.

Ein weiteres zentrales Anliegen der Vereine ist es, gemeinsam nach Lösungen für die im Ausland geschaffenen Probleme zu suchen. Das sind besonders diejenigen, welche im Einzugsgebiet des Alpenrheins entstehen und uns als „Unterlieger“ betreffen bzw. unseren Wasserhaushalt schädigen. Wie aus dem im Jahre 2005 abgeschlossenen Entwicklungskonzept der Internationalen Regierungskommission Alpenrhein (IRKA) und aus wissenschaftlichen Untersuchungen zu entnehmen ist, tangieren der zunehmende Schwall/Sunk aus der Wasserkraftnutzung und der tendenziell sinkende Grundwasserspiegel die Interessen Liechtensteins derzeit im Besonderen. Die Ursache für den im Oberland sinkenden Grundwasserspiegel ist der gestörte Geschiebehaushalt des Alpenrheins, welcher vor allem auf Kiesentnahmen im Kanton Graubünden zurückzuführen ist. Äusseres Zeichen dieser unbefriedigenden Situation ist die Zahl der Fischarten und Bestände. Diese sind trotz der bisherigen Gewässerschutzmassnahmen immer noch alarmierend tief.
Der Alpenrhein ist als Lebensraum praktisch nicht mehr funktionsfähig. Auch als Erholungsraum funktioniert er nur auf sehr tiefem Niveau. Angesichts dieser betrüblichen Tatsache ist es erschreckend, dass mit staatlichen Förderungsmassnahmen im ganzen Alpengebiet viele neue Wasserkraftwerke geplant werden. Diesen Boom der zunehmenden Nutzung der vermeintlich umweltfreundlichen Wasserkraft gilt es kritisch zu hinterfragen und im Interesse des Gewässer- und Artenschutzes in Frage zu stellen.

FVL, LGU und BZG wollen vor allem mit einer gezielten Information und Beratung von Bevölkerung und Behörden zum Schutz des Wassers, der Gewässer und somit auch der Biodiversität beitragen. In nächster Zeit werden deshalb zu einzelnen Themen separate Beiträge in den Medien erscheinen. Grosses Gewicht wird auch auf die Zusammenarbeit mit zielverwandten Organisationen wie den Fischereiverbänden Umweltschutzorganisationen, zuständigen behördlichen Institutionen und Nutzern des Flusssystems Alpenrhein in den Kantonen Graubünden, St. Gallen und dem Bundesland Vorarlberg gelegt.

 

Hier finden Sie das Positionspapier (pdf; 383Kb)

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