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Sag mir, wo die Blumen sind

Am 24. Mai wurde die Ausstellung im sLandweibels-Huus eröffnet. Der Kunstverein Schichtwechsel kooperiert in diesem Projekt mit der Kunstschule Liechtenstein und der LGU.

Acht Kunstschaffende haben sich mit Veränderungen in unserer Landschaft und Natur künstlerisch auseinandergesetzt und das historische Gebäude vom Keller bis zum Dachboden mit ihren Kunstwerken belebt.

Nach der Einführung von Albert Eberle aus Schaan, der auch die Historie des Hauses beleuchtete, und der Begrüssung durch die Verantwortlichen des Kunsvereins Schichtwechsel, teilten fünf Referenten ihre Gedanken mit den vielen Gästen des Vernissage-Abends.

Für die LGU ging Monika Gstöhl der Frage nach, was Blumen zum Leben brauchen. Denn wer sich dessen bewusst ist, wird sagen können, wo man sie noch findet und was jeder dazu beitragen kann, damit wir uns häufiger an heimischer Blumenvielfalt erfreuen können. Ausser einem artspezifischen Mass an Platz, Sonnenlicht, Wasser und Nährstoffen, bräuchten Blumen "Freunde und Partner". Dies seien zum einen andere Pflanzen, aber auch Pilze, Bakterien und Tiere wie Eichelhäher oder Ameisen, die bei der Verbreitung von Samen eine wichtige Rolle spielen. Eine besonder Beachtung verdiene die Lieben der Blumen zu den Insekten, die für die Bestäubung sorgen und sich dafür von Pollen und Nektar ernähren können. Dabei brauchen verschiedene Blumenarten unterschiedliche Insektenarten.
"Also komme ich zum Schluss, dass es bei den Blumen ganz ähnlich ist wie bei uns Menschen: man findet man sie dort, wo sie zumindest ein Existenzminimum haben und sie sind dort am schönsten und kräftigsten, wo alle ihre Bedürfnisse erfüllt sind. Wir haben es in der Hand, den Blumen Platz einzuräumen. Am besten viele verschieden Plätze, weil es eben viele verschiedene Blumen mit vielen verschiedenen Vorlieben gibt."

Mario Broggi zog Bilanz aus langjährigen Naturbeobachtungen, Forschungen der Botanisch-Zoologischen Gesellschaft BZG und neuen Forschungsergebnissen. Dreiviertel der Insekten-Biomasse sei aus Naturschutzgebieten verschwunden, das wisse man aus Deutschland, der Schweiz und weiteren Ländern. Wie es dann ausserhalb von Schutzgebieten aussehe, möchte man sich gar nicht ausmalen...
Neue Initiativen wie die "Fridays for Future"-Bewegung und auch die vielen interessierte Gäste auf dieser Vernissage machen ihm allerdings wieder Mut.

Beate Frommelt und Martin Walch erzählten von den Auslösern und Hintergründen zu ihren künstlerischen Werken, welche die Ausstellung bereichern. Der Schaaner Feuerwehrkommandant Alex Steiger sprach über die grossen Herausforderungen durch zunehmende Hitzesommer und Starkwetterereignisse.

Die LGU dankt dem Kunstverein Schichtwechsel ganz herzlich für diese spannende Kooperation, die allen Beteiligten die Chance bietet das Thema von vielen verschiedenen Seiten zu beleuchten und dabei über "den eigenen Tellerrand zu schauen".

Die Ausstellung kann bis zum 5. Oktober im sLandweibels Huus, Landstrasse 71-75 in Schaan besichtigt werden. Während dieser Zeit finden zudem verschiedene öffentliche Führungen, Exkursionen, Spaziergänge und Vorträge statt.

zum Programm...

Termine
"Sag mir, wo die Blumen sind" Exkursionen, Spaziergänge und Vorträge im Rahmen eines Kooperationsprojektes des Kunstvereins Schichtwechsel mit der Kunstschule Liechtenstein und der LGU Mittwoch 29.Mai 2019 - Freitag 04.Oktober 2019 Schaan
Informations- und Diskussionsabend zum Thema "Wald-Wild-Jagd" Die öffentliche Veranstaltung zu dem brisanten und hochaktuellen Thema wird von der Liechtensteiner Jägerschaft organisiert. Dienstag 20.August 2019 19:00 - 21:00 Aula, Liechtensteinisches Gymnasium, Vaduz
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