Naturnahe Winter-Gärten

Blaumeise, Quelle: Holger Uwe Schmitt, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Gärten sind Lebensräume mit Potenzial. Je naturnäher ein Garten gestaltet und gepflegt wird, umso eher bietet er auch im Winter Nahrung und Unterschlupf für Singvögel, Igel und Insekten.

Dafür müssen nur wenige Grundsätze beachtet werden:

Vorwiegend auf einheimische Pflanzen setzen

Tier- und Pflanzenwelt sind auf einander abgestimmt. Einheimische Sträucher wie Gemeiner Schneeball, Gewöhnlicher Liguster, Schwarzer Holunder oder Pfaffenhütchen bieten heimischen Tieren Nahrung und Verstecke.

Es gibt keinen Abfall

Abgefallenes Laub lässt sich einfach zu Laubhaufen zusammenschieben, mit Astmaterial kombinieren und bietet so vielen Arten im Winter Schutz. Dabei verrottet es langsam und wird wieder dem Kreislauf zugeführt. Wie ihr igelfreundliche Laubhaufen anlegt, erfahrt ihr beispielsweise beim Igelzentrum. Komposthaufen sind willkommene Winterquartiere für Erdkröten und sollten daher nie im Winter umgesetzt werden.

Weniger ist mehr

Wer nicht alles zurückschneidet und wegräumt, hilft vielen Tierarten über die kalte Jahreszeit: In hohlen Pflanzenstängeln, können Insekten(-larven) den Winter verbringen, mit Astschnitt und morschen Hölzern können Laubhaufen beschwert werden, Samenstände und Früchte dienen im Winter als Nahrung für Singvögel.

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