Grosskonzerne aus der Fossil-Branche verursachen gefährliche Folgeschäden des Klimawandels

Bruno Girin on Flickr, CC BY-SA 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0>, via Wikimedia Commons

Der Klimawandel macht Hitzewellen häufiger und extremer. Ein großer Teil der Verantwortung dafür liegt neuen Forschungsergebnissen zufolge bei wenigen großen Konzernen, die seit Jahrzehnten von fossilen Brennstoffen profitieren.

In den letzten Jahren gab es weltweit immer mehr und heftigere Hitzewellen – auch in Europa. Forschende der ETH untersuchten 213 Hitzewellen auf allen sieben Kontinenten zwischen den Jahren 2000 und 2023. Jede untersuchte Hitzewelle seit 2000 wurde durch den menschgemachten Klimawandel verstärkt. Besonders deutlich ist der Anstieg seit 2010.

Die ETH-Studie zeigt auch auf, dass wenige große Öl-, Gas- und Zementkonzerne hauptverantwortlich dafür sind. Sie wussten seit den 1980er Jahren um die Folgen. Um ihre Geschäfte zu schützen, betrieben sie Lobbyarbeit und Desinformation. Nun soll ihre Mitverantwortung klarer benannt werden können.

180 Grossverursacher von CO₂-Emissionen wie vor allem Öl-, Gas- und Zementunternehmen wurden auf ihren negativen Einfluss hin untersucht. Diese sogenannten „Carbon Majors“ sind zusammen für 60 % aller bisherigen Emissionen verantwortlich. Vor allem 14 von ihnen tragen den grössten Teil zur Erwärmung und damit zu den Hitzewellen bei. Doch auch die kleineren der untersuchten Emittenten haben spürbare Effekte: Selbst der kleinste von ihnen hat genug CO₂ ausgestossen, um 16 Hitzewellen zu verursachen.

Ziel der Forschenden ist es, Verantwortung klarer zuzuordnen – damit Schäden durch Hitzewellen künftig stärker nach dem Verursacherprinzip bewertet werden können.

 

Mehr darüber findet ihr hier: https://ethz.ch/de/news-und-veranstaltungen/eth-news/news/2025/09/hersteller-fossiler-brennstoffe-und-von-zement-tragen-zu-hitzewellen-bei.html

Weitere Beiträge zu diesem Thema

, Stellungnahme, Umweltpolitik

Stellungnahme zum Begutachtungsentwurf des Naturschutz-Deregulierungsgesetzes in Vorarlberg

Vorarlberg plant ein Naturschutz-Deregulierungsgesetz. Die LGU kritisiert den Abbau von Bewilligungspflichten, Beschwerderechten und Schutzstandards und setzt sich für einen starken Naturschutz im Einklang mit Gesellschaft und Wirtschaft ein.

, News

Feldbotanikkurs 2027-2028 in Graubünden

Möchtest Du Dich vertieft mit unserer faszinierenden Pflanzenwelt auseinandersetzen und diese entlang vielfältiger und attraktiver Exkursionsrouten im Bergkanton Graubünden kennenlernen? Der 1½-jährige Feldbotanikkurs von BirdLife bietet eine ideale Gelegenheit dazu!

, Stellungnahme, Umweltpolitik, Mensch & Umwelt

Stellungnahme zum Entwurf der Bibermanagementverordnung (BMVO) in Vorarlberg

In Vorarlberg wurde im Juli 2026 ein Entwurf zur Bibermanagementverordnung (BMVO) veröffentlich. Primär geht es um die vorübergehende Zulassung von Ausnahmen der Schutzbestimmungen betreffend den Biber. Beinhaltet sind unter anderem Regelungen über Präventionsmassnahmen, sowie Eingriffe in den Biberlebensraum durch Dammentfernung und einen kontingentierten Eingriff in die Biberpopulation (Abschusszahl).

, Artikel, Umweltbildung, Mensch & Umwelt

Praktikumsbericht von Freja Haverland

Freja berichtet über ihre Zeit als Praktikantin bei der LGU. Sie erzählt über die verschiedenen Arbeitsbereiche, die Highlights und was sie für ihren weiteren Weg gewinnen konnte.