Artikelaktionen

EU-Kommission präsentiert Rettungsplan für wildlebende Bestäuber

Am 1. Juni 2018 wurde die „EU-Initiative für Bestäuber“ veröffentlicht. Mit dieser Initiative soll der deutliche Bestandesrückgang wildlebender Bestäuber abgefangen werden.

Wie aus der neusten Publikation „Natura 2000“, Nr. 44 vom Juli 2018, der EU-Kommission zu entnehmen ist, will die EU jetzt die Reissleine ziehen, denn die drastische Dezimierung von Bestäubern kann gravierende Folgen mit sich bringen.

Die Insektenbestäubung ist eine lebenswichtige Antriebskraft für gesunde Ökosysteme und ein Verschwinden von Bestäubern würde eine Katastrophe für die Biodiversität bedeuten. Sogar unsere Ernährungssicherheit steht dabei auf dem Spiel. Nach dem derzeitigen Wissensstand scheint der Abfall von Insektenzahlen eine vielschichtige Kombination von Landnutzungsänderungen, intensiver Landwirtschaft, Pestizideinsatz, Umweltverschmutzung, invasiven gebietsfremden Arten, Krankheiten und Klimawandel zu sein.

Mit der Initiative sollen nun zehn Massnahmen umgesetzt werden, damit sich die Bestände regenerieren. Dabei nimmt die EU-Kommission drei verschiedene Ansätze in Angriff. Die erste Priorität ist die Verbesserung der Kenntnisse über den Rückgang der Bestäuber sowie seine Ursachen und Folgen. An zweiter Stelle steht die Bekämpfung der Ursachen und zu guter Letzt die Sensibilisierung, Einbeziehung der Gesellschaft und Förderung der Zusammenarbeit. Ende 2020 soll der Fortschritt von der Kommission überprüft werden, um nötigenfalls weitere Massnahmen zur Steigerung der Auswirkungen vorzuschlagen.

Die LGU begrüsst die EU-weite Initiative. Erhalt und Förderung der natürlichen Vielfalt gehören zu den ganz grossen Anliegen und Kernaufgaben der LGU, denn die Biodiversität ist eine unserer eigenen Lebensgrundlagen. Mit den Projekten „natürlich, bunt und artenreich“, „Natur und Wirtschaft und „Naturgarten“ fördert die LGU bereits seit Jahren insbesondere unsere bestäubenden Insekten wie Wild- und Honigbienen oder Schmetterlinge.

Auch in Liechtenstein sieht die Situation nicht weniger dramatisch aus, als in der EU und der Schweiz. Der Rückgang der Insekten wirkt sich dabei auch auf die Bestände der Brutvögel, der Fledermäuse und zahlreicher anderer Wildtiere aus, die sich von Insekten ernähren.

Damit genau bestimmt werden kann, wie man die bestäubenden Insekten bei uns am besten fördern kann, ist es wichtig, dass auch in Liechtenstein zuerst die aktuelle Situation analysiert wird.

Termine
"Damit gutes Leben einfacher wird - Perspektiven einer Suffizienzpolitik" Vortrag der Volkswirtin Prof. Dr. Angelika Zahrnt mit anschliessender Podiumsdiskussion. Montag 12.November 2018 18:30 - 20:30 Foyer Vaduzer Saal
Alle kommenden Termine

Liechtensteinische Gesellschaft
für Umweltschutz LGU
Dorfstrasse 46
9491 Ruggell, Liechtenstein
Telefon +423 232 52 62
info@lgu.li

Bankverbindung: VPB, Vaduz
IBAN LI51 0880 5502 0193 9020 4