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Stadttunnel Feldkirch - Neustart des Auflageverfahrens

Aufgrund eines Verfahrensfehlers startet das Auflageverfahren zur Umweltverträglichkeitsprüfung noch einmal neu. Betroffene Privatpersonen können von dieser Chance profitieren und eine Stellungnahme einreichen.

Im Rahmen des ersten Auflageverfahrens haben Interessensvertreter wie die LGU, der VCL - Verkehrs-Club Liechtenstein oder die Bürgerinitiative ihre umfangreichen Stellungnahmen bei der Vorarlberger Landesregierung eingereicht und damit Parteistellung erhalten.In diesen Stellungnahmen wurden sehr viele verschiedene Aspekte der Umweltverträglichkeitserklärung und des Verfahrens bemängelt in der Hoffnung das Projekt verhindern zu können.

Privatpersonen erhalten nun noch einmal die Chance ihrer persönlichen Betroffenheit durch das Einreichen einer Stellungnahme Ausdruck zu verleihen. Sie können sich damit um Schadensminimierung bemühen und beispielsweise die Finanzierung von Schallschutzfenstern fordern. Die Plattform gegen den Letzetunnel stellt Interessierten eine Vorlage für eine Stellungnahme auf ihrer Homepage
www.statttunnel.at/home/anrainer zur Verfügung.

Wird das Projekt Stadttunnel Feldkirch wie geplant realisiert, muss Liechtenstein mit wesentlich mehr Verkehr rechnen. Das Unterland wird zur Transitstrecke zwischen zwei Autobahnen und die Bevölkerung hat mit stärkerer Luft- und Lärmbelastung zu rechnen - von den täglichen Staus ganz zu schweigen.

 Die Stellungnahme der LGU zeigt auf, dass der Verkehr nach dem Bau des Stadttunnels wesentlich stärker zunehmen wird, als in der UVE prognostiziert. Der Engpass Bärenkreuzung wird - zumindest vorübergehend - aufgehoben und die Staus werden auf die Engpässe des Liechtensteiner Unterlandes verlagert. Der Transit zwischen zwei Autobahnen, der österreichischen A14 und der schweizerischen A13 wird durch das Liechtensteiner Unterland führen. Die Verkehrsprobleme werden auf Kosten Liechtensteins verlagert, aber nicht gelöst. Die Nachhaltigkeitsziele der Alpenkonvention, die auch Österreich unterzeichnet hat, werden ignoriert. Mehr und bessere Strassen generieren immer noch mehr Verkehr, das ist mittlerweile schon eine alte Weisheit. Nur ein entsprechender Ausbau des öffentlichen Verkehrs hinterlässt keine Verlierer, zu denen ansonsten nicht nur viele Menschen, sondern auch unsere Natur gehört.

LGU-Stellungnahme als PDF

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