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Balzner Biber sollen weiterhin bejagt werden

Das Amt für Umwelt hält bislang an seinem Vorgehen fest: Biber, die sich in Balzers aufhalten, müssen getötet werden, denn sie könnten sich auf den Weg nach Triesen machen.

Am Wochenende hatten Unbekannte die in Balzers aufgestellten Biberfallen unbrauchbar gemacht. Auch wenn ein so radikales Vorgehen nicht gutgeheissen werden kann, so macht es den Unmut deutlich, der in Balzers derzeit herrscht.

In einer Medienmitteilung des Amtes für Umwelt vom 14. März 2017 wird versucht, das breit kritisierte Vorgehen zu erklären. Mehr als fragwürdig und unhaltbar erscheint die Aussage, dass die Tötung der Balzner Biber eine Voraussetzung für ein Aussetzen baulicher Massnahmen im Gebiet Triesner Hälos sein soll. In Liechtenstein leben nur ganz weniger Biber, die allerdings zu einer weit grösseren Population, der sogenannten Rheinpopulation, gehören. Es besteht also sowieso ein steter Zuwanderungsdruck auf freie Biberreviere.

Das Vorgehen des Amtes für Umweltschutz wirft insgesamt viele Fragen auf wie die LGU und die BZG  bereits in ihrer Stellungnahme an die Regierung und die Behörden dargelegt haben.

Der Fischereiverein FVL dagegen unterstützt die Bejagung des Bibers - auch in Balzers - wie aus  seinem Forumsbeitrag vom 15. März 2017 hervorgeht.

Weitere Medienberichterstattung in den Liechtensteiner Landeszeitungen vom 15. März 2017

Wie das Liechtensteiner Vaterland  am 16. März 2017 berichtet, lässt das derzeit drastische Vorgehen gegen Biber völlig ausser Acht, dass die Liechtensteiner Gewässer nur ein kleiner Teil des Verbreitungsgebietes der sogenannten Rheinpopulation darstellen. Eine Ausrottungsstrategie innerhalb Liechtensteins wird die Zuwanderung von Bibern auf die gewaltsam geräumten Reviere nur ankurbeln. Mehr...

Das Liechtensteiner Fernsehen 1 FL TV nimmt die Problematik ebenfalls auf und lud die LGU zum Gespräch ein. Das Gespräch wird am 18. März 2017 gesendet. Mehr...

 

 

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