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2006: LGU gegen Umfahrungsstrasse

Die Umfahrung von Schaan erhitzt einmal mehr die Gemüter. Nach zweimaligem deutlichem Nein der Bevölkerung betreiben das Ressort Verkehr und die Gemeinde nun Salamitaktik.

Die erste Etappe, der sogenannte „Industriezubringer“, wird als Entlastungsmassnahme für das Specki-Quartier und die Lindenkreuzung verkauft. Das Land als Projektträger konnte jedoch bis jetzt nicht darlegen, dass dieses Strassenstück die gewünschte Beruhigung tatsächlich bringen wird. Der Industriezubringer ist das erste Teilstück des Gesamtprojektes mit dem offiziellen Namen „Nordspange Schaan“, einer Landesstrasse von der Feldkircherstrasse über die Bendererstrasse bis zur Zollstrasse. Die zweite Etappe führt mitten durchs Riet und soll die zukünftige Siedlungsgrenze bilden.


Reduzieren statt akzeptieren

Die Nordspange Schaan ist ein verkehrs- und umweltpolitisch unsinniges Projekt. Die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte haben deutlich gezeigt: Umfahrungsstrassen lösen keine Verkehrsprobleme, wenn nicht konsequent die Strassen in den Zentren zurückgebaut werden. Im Zentrum von Schaan werden die Kapazitäten mit dem geplanten Ringkreisel indessen weiter ausgebaut. Die Nordumfahrung Schaan ist nicht etwa eine Entlastungsstrasse, sondern eine klassische Umfahrungsstrasse. Sie generiert mittelfristig zusätzlich Verkehr und damit Lärm und Dreckluft. Sie kostet viel Geld. Sie frisst fruchtbares Kulturland. Sie durchschneidet zwei wichtige Erholungs- und Lebensräume. Sie bringt die schnellste und kürzeste Verbindung zwischen Vorarlberg und Rheintalautobahn. Und: Sie verhindert die Auseinandersetzung mit sinnvolleren Lösungen zur Reduzierung des motorisierten Arbeitsverkehrs oder zur Quartierberuhigung. Das Industriegebiet liegt an der Eisenbahnlinie – es fehlt nur die Haltestelle. Verkehrsreduzierung durch betriebliches Mobilitätsmanagement ist lösungsorientiert, effizient und lebensfreundlich.


Medienmitteilung vom 7. September 2006



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