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Was hat der Klimagipfel COP24 von Kattowitz gebracht?

Die Staatengemeinschaft hat einen weiteren kleinen Schritt in die richtige Richtung getan. Mit Hilfe des beschlossenen Regelwerks soll das Klimaabkommen von Paris vergleichbar und transparent umgesetzt werden können. Nun müssen Taten folgen.
Was hat der Klimagipfel COP24 von Kattowitz gebracht?

© Lorie Shaull

Die LGU bezweifelt nicht, dass die Verhandlungen und gemeinsame Beschlüsse, Vergleichbarkeit und Transparenz unerlässlich sind. Die Treibhausgasemissionen steigen aber weltweit immer noch an. Verhandeln allein hilft eben nicht.

Es müssen Taten folgen und zwar schnell. Dafür sind die einzelnen Staaten zuständig. Sie müssen nun handeln, um eine Überhitzung der Welt zu stoppen. Viel Zeit dafür bleibt allerdings nicht.

Die Wissenschaft, also der Weltklimarat IPCC, hat in einem Sonderbericht dazu aufgefordert, die globale Erwärmung auf höchstens 1.5 Grad zu begrenzen. Das ist zu erreichen, wenn die globalen Emissionen in nur 12 Jahren halbiert werden. Es ist klar, dass dafür die Treibhausgas-Sparpläne der Staaten derzeit bei weitem nicht ausreichen. Nur mit sehr ambitioniertem und raschem Handeln können die schlimmen Folgen der globalen Erwärmung eingedämmt werden.

Zusammengefasst wurde in Kattowitz Folgendes beschlossen:

1.5-Grad Ziel
Im Prinzip wurde einfach zur Kenntnis genommen, dass der Weltklimarat IPCC in seinem letzten Sonderbericht dazu mahnt, sich verstärkt für das 1.5-Grad Ziel einzusetzen.

Transparenz
Regelmässige und vergleichbare Berichterstattung aus den einzelnen Staaten soll das Vertrauen ineinander und den gemeinsamen Weg fördern.Durch die Transparenz soll sozialer Druck auf die schwarzen Schafe ausgeübt werden.

Verbindlichkeit
Es gibt zwar Verträge und Regeln, aber keine Sanktionen.

Finanzen
Gemäss Pariser Klimaabkommen sollen die Industrieländer von 2020 bis 2025 jährlich 100 Milliarden Dollar für den Kampf gegen die globale Erwärmung bereitstellen. Vor 2025 soll ein neues Finanzierungsziel beschlossen werden.

Schäden und Verluste
Entwicklungsländer, die unter den Folgen der Klimaveränderungen leiden, fordern Unterstützung für die Schadensbewältigung. Die Übereinkunft von Kattowitz legt fest, dass dieses Thema künftig mehr Gewicht erhalten und in der alle fünf Jahre erfolgenden Bilanzierung (dem sog. "Global Stocktake") berücksichtigt werden soll.

Handel mit Verschmutzungsrechten
Obwohl es auf der Hand liegt, dass hierbei zumindest nicht geschummelt werden darf, hat man in Kattowitz keine Einigung erzielt und das Thema vertagt. Bis dahin ist es weiterhin möglich, dass sich zwei Staaten das gleiche gutschreiben.

Künftige Klimaziele
Eine Verschärfung der Treibhausgas-Ziele, die sich die Länder selbst gesetzt haben, konnte in Kattowitz nicht erreicht werden. Das ist schade, denn so hinkt man weiter der Wissenschaft hinterher, die ja ausdrücklich davor warnt, eine Erderwärmung über 1.5 Grad zu riskieren.






 

 

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