Die LGU beim Zukunftsforum der CIPRA International zum Thema "Meine Gesundheit, unser Klima"

© Julian Konrad Media Est. 2023

Die LGU war mit einem Beitrag zu den Rheinaufweitungen beim Zukunftsforum der CIPRA International zum Thema "Meine Gesundheit, unser Klima" vom 30. Juni bis 01. Juli 2023 in Schaan vertreten. Die Veranstaltung war sowohl für ein internationales Fachpublikum als auch die Öffentlichkeit geöffnet.

Wie wirkt sich die Klimakrise auf unsere körperliche und psychische Gesundheit aus? Welche Massnahmen braucht es, damit wir und die Umwelt gesund bleiben? Diesen und weiteren Fragen widmete sich das erste Liechtensteiner ZukunftsForum Alpen. Die zweitägige Veranstaltung bot eine Mischung aus Fachvorträgen internationaler Experten und Expertinnen aus Medizin, Klimaforschung und Praxis sowie Workshops und Diskussionsrunden der Teilnehmenden.

Dabei wurden die zahlreichen Verknüpfungspunkte zwischen Klima und menschlicher Gesundheit dargelegt und in den aktuellen Stand von Forschung und Praxis eingeführt. So ist beispielsweise eine stetige Erhitzung der Städte nicht nur für sensible Bevölkerungsgruppen belastend und potentiell krankheitsübertragende Insekten wie Mücken und Zecken werden sich in den nächsten Jahren weiter und schneller verbreiten können.

Wir Menschen beeinflussen diese Prozesse durch unser alltägliches Handeln, durch die Mobilität, unseren Ernährungsstil und die Gestaltung unserer Siedlungen. Die Folgen dessen haben nicht nur negative Effekte auf unsere physische sondern auch auf unsere psychische Gesundheit. Gleichzeitig bieten die Natur und insbesondere der Alpenraum zahlreiche Potentiale, um dieser Belastung entgegenzuwirken.


Im Rahmen des Zukunftsforums stellte die LGU an einem Marktstand das Thema Rheinaufweitungen in Liechtenstein dar. Die Inhalte stammen aus der aktuellen Ausstellung "Parlament der Pflanzen II", die noch bis Ende Oktober im Kunstmuseum Liechtenstein in Vaduz besucht werden kann.

© Julian Konrad Media Est. 2023

Aufweitungen und Revitalisierungsmassnahmen am Alpenrhein bieten nicht nur zahlreiche positive Effekte für die Biodiversität, sondern haben auch eine äusserst hohe Bedeutung für uns Menschen. Ein revitalisierter Alpenrhein bietet Potentiale für den Klimaschutz, u.a. durch Bindung von CO2 in der Ufervegetation, für den Hochwasserschutz als auch für unser Wohlbefinden als Raum der Naherholung und sportlichen Betätigung.

Damit gliedert sich das Thema passend ein in die Frage, wie Klimaschutz und Gesundheitsschutz in den Zeiten globaler Krisen gefördert werden können. Die LGU setzt sich aktiv dafür ein, dass am Alpenrhein qualitativ und quantitativ hochwertige Aufweitungen umgesetzt werden und der Alpenrhein seine Potentiale für die Biodiversität und die Gesundheit der Menschen wieder erfüllen kann. Dabei möchten wir auch im Rahmen von Veranstaltungen wie dem Zukunftsforum die Bevölkerung informieren und mit anderen Experten und Expertinnen in einen Austausch kommen.

Weitere Beiträge zu diesem Thema

, Artikel, Umwelt- und Naturschutzmassnahmen, Naturvielfalt

Das Entamoos in Balzers: Föhrenwald, Magerwiese und Lebensraumvielfalt

Das Entamoos ist ein einzigartiger Föhrenwald und ein Relikt der früheren Rheindynamik mit vielen seltenen Pflanzen, einer besonderen Baumstruktur und wertvollen Lebensräumen für Tiere. Damit diese Vielfalt auch in Zukunft erhalten bleibt, setzen wir uns mit gezielten Pflanzungen für den Fortbestand dieses Naturraums ein.

, Artikel, Umwelt- und Naturschutzmassnahmen, Naturvielfalt

Tentscha-Bannriet: Lebensraum für bedrohte Arten

Das Tentscha-Bannriet vereint Naturschutz und Landwirtschaft in perfekter Harmonie und bietet einen Lebensraum für seltene und bedrohte Arten. Wir haben im Laufe des Jahres 2025 im Gebiet verschiedene Massnahmen umgesetzt, um unterschiedliche Zielarten zu fördern und die Artenvielfalt langfristig zu sichern.

, Artikel, Umweltbildung, Naturvielfalt

Tier des Jahres 2026: Der Igel

Als Pro Natura-Tier des Jahres 2026 steht der Igel im Mittelpunkt des Naturschutzes. Dieses charmante, nachtaktive Säugetier mit seinem stacheligen Fell ist in vielen Gärten und Landschaften zuhause.

, News

Ein herzliches Dankeschön und alles Gute für den neuen Lebensabschnitt.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedeten wir Ende November Monika Gstöhl nach 12 Jahren engagierter Arbeit bei der Liechtensteinischen Gesellschaft für Umweltschutz (LGU) in den wohlverdienten Ruhestand.