Kunstausstellung "Parlament der Pflanzen II" im Kunstmuseum Liechtenstein

Mit der Ausstellung Parlament der Pflanzen griff das Kunstmuseum Liechtenstein 2020/21 ein gewichtiges Themenfeld unserer Zeit auf. Parlament der Pflanzen II führt diese Auseinandersetzung fort.

Die uns täglich erreichenden Meldungen zum Klimawandel und das Wissen, wie wichtig intakte Ökosysteme sind, geben Anlass, unser Verhältnis zur Natur und zur belebten Welt zu überdenken. Dazu möchte die Ausstellung einen Beitrag leisten, der künstlerische Ansätze mit neuen Erkenntnissen der wissenschaftlichen Forschung verbindet. Denn parallel zur Einsicht, dass der Mensch die Ökologie der Erde tiefgreifend verändert, ist ein Paradigmenwechsel in der biologischen Forschung im Gange. Pflanzen werden als befähigte oder intelligente Wesen verstanden, mit denen unser Überleben zutiefst verbunden ist. Das bringt einen grundlegend veränderten Blick auf die Prinzipien der Natur mit sich. Künstler:innen greifen diese Thematiken mit ihren komplexen Verflechtungen aus vielfältigsten Perspektiven auf und verleihen den Pflanzen eine Stimme.

Parlament der Pflanzen II folgt dem Bedürfnis und ist zugleich eine Einladung, die durch die erste Ausstellung angeregten Diskussionen weiterzuführen und zu vertiefen. Die Ausstellung ist als offenes Gefüge angelegt. So möchte sie einerseits eine neue Erzählweise anbieten, um sichtbar werden zu lassen, wie alles mit allem verbunden ist. Andererseits will sie das Prinzip der Kooperation als gesellschaftliches Gegenbild zum parasitären Umgang mit der Natur vorstellen. Beobachtungen zur Komplexität der Natur, Erkenntnisse der jüngsten Forschung aus der Biologie wie der Neurowissenschaften finden ebenso Eingang in die künstlerischen Werke wie das Wissen indigener Kulturen. Thematisiert werden darüber hinaus der Umgang mit Ressourcen, Fragen zur Kolonialgeschichte wie auch der aktuellen Geschichte und eine andere Wahrnehmung von Zeit.

Im Seitenlichtsaal und der Ausstellung werden Beiträge von Kooperationspartner:innen gezeigt, kuratiert von Annett Höland, Ko-Kuratorin der Ausstellung. Als regionale Partner:innen sind beteiligt: Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz, Liechtenstein-Institut, Verein Feldfreunde, domus, Schaan, Küefer-Martis-Huus, Ruggell.

Die Ausstellung findet statt vom 05. Mai - 22. Oktober 2023

Weitere Beiträge zu diesem Thema

, Artikel, Umwelt- und Naturschutzmassnahmen, Naturvielfalt

Das Entamoos in Balzers: Föhrenwald, Magerwiese und Lebensraumvielfalt

Das Entamoos ist ein einzigartiger Föhrenwald und ein Relikt der früheren Rheindynamik mit vielen seltenen Pflanzen, einer besonderen Baumstruktur und wertvollen Lebensräumen für Tiere. Damit diese Vielfalt auch in Zukunft erhalten bleibt, setzen wir uns mit gezielten Pflanzungen für den Fortbestand dieses Naturraums ein.

, Artikel, Umwelt- und Naturschutzmassnahmen, Naturvielfalt

Tentscha-Bannriet: Lebensraum für bedrohte Arten

Das Tentscha-Bannriet vereint Naturschutz und Landwirtschaft in perfekter Harmonie und bietet einen Lebensraum für seltene und bedrohte Arten. Wir haben im Laufe des Jahres 2025 im Gebiet verschiedene Massnahmen umgesetzt, um unterschiedliche Zielarten zu fördern und die Artenvielfalt langfristig zu sichern.

, Artikel, Umweltbildung, Naturvielfalt

Tier des Jahres 2026: Der Igel

Als Pro Natura-Tier des Jahres 2026 steht der Igel im Mittelpunkt des Naturschutzes. Dieses charmante, nachtaktive Säugetier mit seinem stacheligen Fell ist in vielen Gärten und Landschaften zuhause.

, News

Ein herzliches Dankeschön und alles Gute für den neuen Lebensabschnitt.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedeten wir Ende November Monika Gstöhl nach 12 Jahren engagierter Arbeit bei der Liechtensteinischen Gesellschaft für Umweltschutz (LGU) in den wohlverdienten Ruhestand.