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Irrtümer zum Strassenlärm

Zum Tag des Lärms am 30. April 2014 informierte die Regierung darüber, dass Strassenlärm die Hauptquelle für Lärmbelastung ist. Sie klärte in ihrer Pressemitteilung über drei Irrtümer auf.
Irrtümer zum Strassenlärm

Wer wissen will, wie hoch die Lärmbelastung bei ihm ist, kann dies auf dem Geodatenportal nachschauen.

Irrtum 1: An Strassenlärm gewöhnt man sich irgendwann
An Strassenlärm gewöhnt sich der Mensch nie vollständig. Bei jedem störenden Geräusch gerät der menschliche Körper in Alarmbereitschaft. Er schüttet Stresshormone aus, das Herz schlägt schneller, der  Blutdruck steigt und die Atemfrequenz nimmt zu. Bereits ab einer nächtlichen Lärmbelastung von 40 bis 50 Dezibel wird der Schlaf gestört und der Mensch wacht häufiger auf. Folge davon sind Schläfrigkeit sowie verminderte Aufmerksamkeit am nächsten Tag. Es besteht ein erhöhtes Risiko für Herzkreislauferkrankungen bis hin zum Herzinfarkt.

Irrtum 2: Der Einfluss des Reifens auf die Lärmbelastung ist minim
Das Abrollgeräusch der Reifen verursacht bei konstanter Fahrt bereits ab 35km/h mehr Lärm als die Motoren der Autos. Mit leiseren Reifen lässt sich der Lärm markant reduzieren, und zwar direkt an der
Quelle. Durch die Ausrüstung eines PKWs mit lärmarmen Pneus lassen sich die Geräuschemissionen des Fahrzeugs halbieren. Dies ohne Leistungseinbussen bei der Sicherheit und dem Treibstoffverbrauch. Leise Reifen wirken flächendeckend und unmittelbar nach der Montage (www.reifenetikette.ch).

Irrtum 3: Tempo 30 bringt nichts gegen den Lärm
Autos, die langsamer fahren, sind leiser. Wird die Höchstgeschwindigkeit auf einer Straße von 50 auf 30 km/h reduziert, verringert sich der Lärm bis zu drei Dezibel. Dies entspricht einer Halbierung des Verkehrslärms. Tempo 30 verbessert deshalb die Lebensqualität für die Quartierbewohner, gleichzeitig verringert sich das Risiko für Verkehrsunfälle.

Die eigene Lärmbelastung prüfen: Geodatenportal

Magazin UMWELT 1/2013 - Ruhe schützen

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