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Auf ein Wunder hoffen

Wenn sich die Weltwirtschaft nicht rasch an den Klimazielen orientiere, werden wir in rund 60 Jahren dasselbe Klima haben wie Kairo heute. Physikprofessor Henrik Nordborg fand klare Worte in seinem Impulsvortrag.
Auf ein Wunder hoffen

Liechtensteiner Vaterland vom 22.09.2021

Die «Zeit für Liechtenstein» Veranstaltung der VU, die am 21. September 2021 In der Aula der Primarschule Nendeln stattfand, war aktuellen klimatischen Herausforderungen und Handlungsoptionen gewidmet: «Klimawandel: Handeln, aber wie?»

Auf dem Podium diskutieren Regierungschef-Stellvertreterin Sabine Monauni, Landtagsabgeordnete und VLGST-Geschäftsführerin Dagmar Bühler-Nigsch und LGU-Geschäftsführer Elias Kindle.

«Es muss ein Umdenken geschehen, denn wenn wir diesen Weg weiterfahren, müssen wir tatsächlich auf ein Wunder hoffen.», machte Prof. Nordborg in seinem Vortrag deutlich. Die CO2 Konzentration in der Atmosphäre sei höher als je zuvor und steige jährlich weiter an. Dabei korreliere die jährliche Steigerung der Wirtschaftsleistung mit den CO2 Emissionen.

Dass in der Wirtschaft immerhin Veränderungsprozesse im Gang sind, zeigte Peter Rupp auf. Der Nachhaltigkeitsverantwortliche der Hilti-Gruppe legte dar, dass das Unternehmen gemäss seiner Nachhaltigkeitsstrategie bis 2023 CO2-neutral und zudem branchenführend in der Kreislaufwirtschaft werden will. Denn die Bauwirtschaft zeichne für 40 % des globalen Energieverbrauchs verantwortlich und verursache 35 % der globalen CO2-Emissionen.

Regierungschef-Stellvertreterin Sabine Monauni erklärte, dass man bisher zwar diverse Strategien zum Schutz von Klima und Umwelt habe, aber dass nun in allen Bereichen die Umsetzung konkreter Massnahmen wichtig sei.

Dagmar Bühler-Nigsch forderte entschieden ein klares Bekenntnis der Politik, im Klimaschutz etwas verändern zu wollen. Dazu gehöre für sie eine Nachhaltigkeitsstrategie mit griffigen Massnahmen zur Umsetzung.

Elias Kindle machte die lang bekannte Problematik unseres Konsumverhaltens deutlich: "Der Konsum wurde bei der Gründungsversammlung der LGU im Jahr 1973 als aktuelle Krise bezeichnet. Auch fast 50 Jahre danach ist kein Ausweg zu sehen. Konsumieren wir weiterhin in dieser Art und Weise wird es weiterhin wärmer und vermehrt Extremereignisse kommen auf uns zu."

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