Artikelaktionen

Fische wollen mehr als Kurven sehen

Stefan Gstöhl aus Eschen ist bei "Schweizer Jugend forscht" für seine Wettbewerbsarbeit ausgezeichnet worden. In einer hervorragenden ökomorphologischen Studie an Liechtensteiner Fliessgewässern hat der junge Nachwuchsforscher Defizite herausgearbeitet und Verbesserungsmassnahmen für Esche und Binnenkanal erarbeitet.

Die eingereichte Arbeit ist eine Weiterentwicklung der Maturaarbeit am Liechtensteinischen Gymnasium. Ziel war die Herleitung ökomorphologischer Verbesserungsmassnahmen für das Quell- und Mündungsgebiet des Liechtensteiner Binnenkanals und für die Esche. Die detailllierte Untersuchung beruht auf der Analyse der spezifischen Lebensraumansprüche von Fischen. Die Arbeit ist mit einer Sonderanerkennung von Pro Natura Schweiz prämiert worden. Die LGU gratuliert herzlich.


Die Resultate:

Etwa die Hälfte aller ursprünglichen Fischarten fehlt. Hauptsächlich ist die Strukturarmut dafür verantwortlich. Die Qualität des Wassers ist genügend. Die Lebensraumansprüche der Fische werden nur an der revitalisierten Binnenkanalmündung in Ruggell, in den naturnahen Zuflüssen des Binnenkanals in Balzers und im renaturierten Abschnitt der Esche in Eschen erfüllt. Zu den wichtigsten ökomorphologischen Verbesserungsmassnahmen gehört die Ausprägung der Wasserspiegelbreitenvariabilität durch Aufschüttungen oder Aufweitungen. So verbessert sich die Strömungsvielfalt durch Prall- und Gleitufer. Der Einsatz von Totholz würde die Strömung variabler machen und somit den spezifischen Habitatsansprüchen der Fischarten entgegenkommen. Zudem gäbe es ihnen auch Schutz vor Prädatoren. Die Schaffung kleinerer Flussarme, durchflossener Teiche, Tümpel und Weiher würde Fischen dienen, die auf wärmere und strömungsberuhigte Gewässer angewiesen sind. Beseitigt man die dicht angelegten Steine entlang des Böschungsfusses, wäre eine verbesserte Vernetzung des Fliessgewässers mit den Uferbereichen die Folge und die Fische hätten Unterstände, wenn der Böschungsfuss verwachsen und unterspült ist. Die Sicherstellung des Raumbedarfs für den gesamten Uferbereich liesse eine Pufferzone entstehen, die das Fliessgewässer und ihre Lebewesen vor negativen Stoffeinträgen der Landwirtschaft schützen würde.

Abstract "Resultate und Diskussion"


Hier die ausführliche Version als PDF:

Fische wollen mehr als Kurven sehen, Stefan Gstöhl 2006


Termine
KlimaGespräche - gemeinsam handeln einfach gemacht Das eigene Leben auf einen klimafreundlichen Kurs zu bringen ist nicht einfach, sowohl aus psychologischen und sozialen als auch aus praktischen Gründen. Diese Feststellung veranlasste eine britische Psychotherapeutin und einen Ingenieur, die Methode der KlimaGespräche zu entwickeln, welche inzwischen in vielen Ländern angewandt wird. Sie richtet sich an alle, die persönliche Anstrengungen in Richtung eines CO2-effizienteren Lebensstils machen möchten. Mittwoch 17.März 2021 - Mittwoch 16.Juni 2021 Haus Gutenberg, Balzers
Rhy-Fäscht 2021 Weitere Informationen folgen... Sonntag 20.Juni 2021 10:00 - 17:00 Kletterfelsen Balzers
Alle kommenden Termine

Liechtensteinische Gesellschaft
für Umweltschutz LGU
Kirchstrasse 5
9494 Schaan, Liechtenstein
Telefon +423 232 52 62
info@lgu.li

Bankverbindung: VPB, Vaduz
IBAN LI51 0880 5502 0193 9020 4