Praktikumsbericht von Annalena Wohlwend

© LGU Archiv

Durch die LGU habe ich die Möglichkeit bekommen in meinen Semesterferien ein naturschutzorientiertes Praktikum zu absolvieren und damit Einblicke für meinen zukünftigen Berufsweg zu gewinnen. Vom 1. Juli bis zum 31. Juli konnte ich in den verschiedensten Bereichen der LGU mitarbeiten und neue Perspektiven gewinnen.

Zu meinen Aufgaben gehörten die Umwelteinsätze, bei welchen ich im Kampf gegen die invasiven Goldruten-Arten mitgeholfen habe, entweder mit dem LGU-Team oder auch bei einem organisierten Event.  Andererseits durfte ich auch verschiedene andere Aufwertungsmassnahmen durchführen, wie das Ringeln von Bäumen, das Sensen invasiver Brombeeren, die Pflege der Mahdgutübertragung und das Pflanzen von Bäumen. Die in der Vergangenheit getätigten Massnahmen zu kontrollieren, also wie sie sich entwickeln, war ein anderer Arbeitsbereich, welchen ich kennenlernen durfte. Ich besichtigte gepflanzte Hecken und gebaute Steinmauern, erfasste alle Arten der Mahdgutübertragung und kontrollierte, wie sich die Unkenwannen entwickeln.

Einige Male durfte ich bei unterschiedlichen Begehungen, Besprechungen und Vorträgen dabei sein, welche mir gezeigt haben, was bei einem Aufwertungsprojekt alles bedacht werden muss und wie komplex solch ein Projektprozess sein kann. Durch die Umwelteinsätze, Begehungen mit Externen und Kontrollgänge habe ich viele wichtige und schützenswerte Orte in Liechtenstein kennengelernt und nebenbei auch interessante Menschen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen getroffen.

Neben der viele Arbeit draussen, durfte ich auch im Büro mithelfen. Ich verfasste Artikel für die Webseite und erstellte Posts für die sozialen Medien, wobei ich mein gelerntes Wissen kreativ umsetzten konnte. Durch die Arbeit im Büro habe ich Einblick in die verscheidenden Tätigkeitsbereiche der Organisation bekommen und mehr über den Umgang mit verschiedenen Herausforderungen gelernt.

Das Highlight meines Praktikums war die Planung meines eigenen Aufwertungsprojektes. Einerseits lernte ich den Prozess der Planung genauer kennen: welche Abklärungen getroffen werden müssen, das Festlegen von passenden Zielarten, den Austausch mit Experten und Verantwortlichen und das Festlegen der Massnahmen. Ich konnte dabei mein Wissen aus dem Studium praktisch anwenden und gleichzeitig erweitern, was mir sehr viel Spass gemacht hat. Durch Begehungen und Arbeitseinsätze konnte ich dann zusammen mit dem LGU-Team bereits die ersten Aufwertungsmassnahmen durchführen.

Rückblickend hat mir dieses einmonatige Praktikum sehr gefallen und mich auf meinem Weg im Natur- und Umweltschutz bestärkt. Ich habe viele neue Sachen kennengelernt, ob es neue Arten und ökologische Zusammenhänge sind oder die Prozesse, Herausforderungen und Menschen, die den Arbeitsalltag formen.

An dieser Stelle möchte ich mich auch beim ganzen LGU-Team bedanken, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, so ein umfang- und abwechslungsreiches Praktikum zu machen!

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