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Neobiota

Als "Neobiota" bezeichnet man Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, die nicht natürlicherweise bei uns vorkommen, sondern durch menschlichen Einfluss zu uns gekommen sind. Zum Teil geschah/geschieht dies absichtlich, beispielsweise wenn Nutz- oder Zierpflanzen eingeführt werden, und zum Teil unabsichtlich durch Verschleppung durch Handel oder Toursimus. So wurden z. B. das Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera) aus dem indischen Subkontinent oder amerikanische Goldrutenarten (Solidago sp.) aus Nordamerika in Europa als Zierpflanzen eingeführt. Heute werden diese Arten als invasive Neophyten bezeichnet und wo möglich bekämpft, da sie eine Bedrohung für die heimische Vielfalt darstellen. Die ursprünglich aus Südostasien stammende Körbchenmuschel (Corbiclula fulminea) gelangte mit Schiffen von Amerika nach Europa und breitete sich grossflächig aus. Sie besiedelt heute auch weite Teile der Flachwasserbereiche des Bodensees. Marderhunde stammen ursprünglich aus Ostasien und wurden 19. Jhd. in Westrussland ausgesetzt, um ihren Pelz wirtschaftlich zu nutzen. Heute sind sie auch in ganz Deutschland, in Österreich, der Schweiz und Liechtenstein verbreitet. Ein sehr neuer Zugang in Liechtenstein mit Erstnachweis im August 2019 ist die Asiatische Mörtelbiene, die 2008 über eine Schiffsladung nach Marseille gelangte und sich seither mit grosser Geschwindigkeit ausbreitet.
Kaktusmoos und Tintenfischpilz…
sind keine Zutaten eines Zaubertranks, sondern gebietsfremde Arten in der Schweiz. Das Schweizer Bundesamt für Umwelt BAFU publizierte kürzlich eine aktuelle Übersicht über die sogenannten Neobiota in der Schweiz und ihre Auswirkungen.
Einsätze für die Vielfalt
Im Juni 2022 unterstützte oder initiierte die LGU mehrere Neophyten-Aktionen. Neophyten sind gebietsfremde, invasive Pflanzenarten, die innerhalb weniger Jahre grosse Bestände bilden und dadurch die heimische Vielfalt bedrohen.
Asiatische Hornissen, Quaggamuscheln und Co.
Aus fernen Ländern eingeschleppte Organismen erlangen manchmal das Potenzial, sich stark auszubreiten - zum Teil mit schwerwiegenden Folgen. Ganze Ökosysteme können darunter leiden, ebenso wie menschliche Infrastrukturen oder auch die Wirtschaft.
Mithilfe bei der Früherkennung des Japankäfers
Eine neue gebietsfremde Art droht sich in der Schweiz auszubreiten. Die Schweizer Regierung hofft auf die Mithilfe der Bevölkerung und von Berufsleuten, damit kleine, isolierte Vorkommen gezielt bekämpft werden können.
Asiatische Mörtelbiene auch in Liechtenstein nachgewiesen
Die gebietsfremde Wildbienenart, die 2008 in Europa eingeschleppt wurde, ist nun auch für Liechtenstein nachgewiesen. Sie wurde im August an einem Wildbienenhotel in Balzers entdeckt.
WANTED - Asiatische Mörtelbiene!
Die INATURA in Dornbirn bittet um Mithilfe und ruft dazu auf, Beobachtungen der Asiatischen Mörtelbiene zu melden.
Invasives Zackenschötchen breitet sich weiter aus
Das Orientalische Zackenschötchen ist in Süd-Osteuropa bis Sibirien beheimatet. Die Art wurde in Mitteleuropa eingeschleppt und breitet sich stark aus. Funde sollten unbedingt gemeldet werden.
Die Goldruten-Aktion der LGU war erfolgreich
Zwar fanden sich nur wenige Helfer ein, doch diese waren umso fleissiger. Wir sind überzeugt, dass wir den den Artenreichtum dieser wunderschönen Magerwiesen erhalten können.
LGU-Goldruten-Aktion im Eschner Bannriet Freitag 08.Juli 2016 von 09:00 bis 12:00 Eschner Bannriet siehe Karte,
Die LGU sucht dringend helfende Hände zur Bekämpfung der Goldruten auf einer artenreichen und wertvollen Magerwiese!
Datei LGU-Jahresbericht 2014
Datei Troff document LGU-Goldrutenaktion im Bannriet
Mitglieder, Freunde und Freiwillige werden um Hilfe gebeten!
Datei Stellungnahme der LGU zum Entwurf der Nationalen Strategie zur Bekämpfung invasiver Neophyten
Heute wie in der Vergangenheit werden bei uns Pflanzen aus anderen Kontinenten bewusst eingeführt oder unabsichtlich eingeschleppt. Einige dieser gebietsfremden Pflanzenarten können die Gesundheit beeiträchtigen, wirtschaftlichen Schaden anrichten oder sich auf Kosten einheimischer Arten ausbreiten und damit die Biodiversität gefährden und die Ökosystemleistungen beeinträchtigen. Der Umgang mit diesen sogenannten invasiven Neophyten erfordert eine Strategie auf nationaler Ebene. Liechtenstein ist dabei, ein solches Konzept einzuführen und die LGU hat gemeinsam mit der Botanisch-Zoologischen Gesellschaft BZG und dem Liechtensteiner Ornithologischen Landesverband LOV im Rahmen einer Vernehmlassung zum Entwurf Stellung genommen.
Datei Merkblatt Invasive Neophyten: Bunias orientalis
Das Orientalische Zackenschötchen (Bunias orientalis) wird in der Schweiz seit 2014 auf der schwarzen Liste der invasiven Neophyten geführt.
Termine
Welttag der Feuchtgebiete 2023 Am 2. Februar 2023 ist der Welttag der Feuchtgebiete. Dieses Jahr widmet er sich dem Schwerpunktthema "Wiederherstellung von Feuchtlebensräumen". Passend zum Thema laden wir euch gerne zu einem gemütlichen Filmeabend ein. Gemeinsam schauen wir uns die SRF Dokumentation «Bagger und Biber» an. Donnerstag 02.Februar 2023 17:00 - 19:30 Technopark Vaduz, Kreativ Akademie Loft, Schaanerstrasse 27, Vaduz
50 Jahre LGU - Einladung zur Jubiläumsfeier Die LGU wird 50! Seit dem 8. Februar 1973 setzt sie sich für den Schutz und Die Förderung einer zukunftsfähigen Nutzung der natürlichen Lebensgrundlagen für Menschen, Tiere und Pflanzen ein. Mittwoch 08.Februar 2023 18:00 - 20:00 Ballenlager, Spoerry Areal, Vaduz
Bitte Termin reservieren: LGU-Mitgliederversammlung 2023 Die diesjährige Mitgliederversammlung findet in Schaan statt. Die Einladung an die Mitglieder mit dem Programm folgt erst noch. Mittwoch 01.März 2023 19:00 - 21:00 Pfarreizentrum St. Laurentius, Reberastrasse 17, Schaan
KlimaGespräche in Buchs Die in Liechtenstein ab Januar geplanten KlimaGespräche konnten leider nicht durchgeführt werden. Dafür besteht im April und Mai die Möglichkeit in Buchs. Die KlimaGespräche unterstützen Dich dabei, Dein Leben Schritt für Schritt auf Klimakurs zu bringen. Mittwoch 05.April 2023 - Dienstag 23.Mai 2023 fabriggli, Buchs
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