Neophyten

Als "Neophyten" bezeichnet man gebietsfremde Pflanzen, welche nach dem Jahr 1500 aus ihren ursprünglichen Verbreitungsgebieten bei uns eingeschleppt wurden und die Fähigkeit erlangt haben, sich in unserem Natur- und Kulturland wildlebend fortzupflanzen.

Als invasiv bezeichnet man solche Neophyten, wenn sie Konkurrenzvorteile gegenüber den einheimischen Pflanzen haben, beispielsweise durch ihre grossen Blätter, ihr schnelles Wachstum oder das Fehlen von Fressfeinden und sich dadurch rasch ausbreiten können.   

Invasive Neophyten können zu einem grossen Problem für Mensch und Natur werden, da sie:

  • Schäden an Infrastrukturen verursachen (Bauwerke, Böschungsstabilität...).
  • einheimischer Arten verdrängen und so die Biodiversität mindern.
  • die menschliche Gesundheit gefährden können, indem sie z. B. Allergien auslösen.
  • wirtschaftliche Schäden verursachen (in der Landwirtschaft, an Infrastrukturen, höherer Pflegeaufwand).


Bekannte Beispiele invasiver Neophyten sind

  • Japanknöterich
  • Erdmandelgras
  • Kirschlorbeer
  • Amerikanische Goldrutenarten
  • Asiatisches Springkraut ...


Weitere Informationen zu Neobiota im Fürstentum Liechtenstein

Neophyten und invasive Neophyten in der Schweiz: Infoflora.ch

Asiatische Hornissen, Quaggamuscheln und Co.
Aus fernen Ländern eingeschleppte Organismen erlangen manchmal das Potenzial, sich stark auszubreiten - zum Teil mit schwerwiegenden Folgen. Ganze Ökosysteme können darunter leiden, ebenso wie menschliche Infrastrukturen oder auch die Wirtschaft.
Invasives Zackenschötchen breitet sich weiter aus
Das Orientalische Zackenschötchen ist in Süd-Osteuropa bis Sibirien beheimatet. Die Art wurde in Mitteleuropa eingeschleppt und breitet sich stark aus. Funde sollten unbedingt gemeldet werden.
Datei Merkblatt Invasive Neophyten: Bunias orientalis
Das Orientalische Zackenschötchen (Bunias orientalis) wird in der Schweiz seit 2014 auf der schwarzen Liste der invasiven Neophyten geführt.
Die Goldruten-Aktion der LGU war erfolgreich
Zwar fanden sich nur wenige Helfer ein, doch diese waren umso fleissiger. Wir sind überzeugt, dass wir den den Artenreichtum dieser wunderschönen Magerwiesen erhalten können.
LGU-Goldruten-Aktion im Eschner Bannriet Freitag 08.Juli 2016 von 09:00 bis 12:00 Eschner Bannriet siehe Karte,
Die LGU sucht dringend helfende Hände zur Bekämpfung der Goldruten auf einer artenreichen und wertvollen Magerwiese!
Datei Troff document LGU-Goldrutenaktion im Bannriet
Mitglieder, Freunde und Freiwillige werden um Hilfe gebeten!
Datei Stellungnahme der LGU zum Entwurf der Nationalen Strategie zur Bekämpfung invasiver Neophyten
Heute wie in der Vergangenheit werden bei uns Pflanzen aus anderen Kontinenten bewusst eingeführt oder unabsichtlich eingeschleppt. Einige dieser gebietsfremden Pflanzenarten können die Gesundheit beeiträchtigen, wirtschaftlichen Schaden anrichten oder sich auf Kosten einheimischer Arten ausbreiten und damit die Biodiversität gefährden und die Ökosystemleistungen beeinträchtigen. Der Umgang mit diesen sogenannten invasiven Neophyten erfordert eine Strategie auf nationaler Ebene. Liechtenstein ist dabei, ein solches Konzept einzuführen und die LGU hat gemeinsam mit der Botanisch-Zoologischen Gesellschaft BZG und dem Liechtensteiner Ornithologischen Landesverband LOV im Rahmen einer Vernehmlassung zum Entwurf Stellung genommen.
Datei LGU-Jahresbericht 2014
Termine
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