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Magerwiesen-Paten

Magerwiesen sind vielfältige, aber bedrohte Biotope. Die LGU sucht "Magerwiesen-Paten", die es ermöglichen, diese wertvollen und artenreichen Lebensräume zu erhalten und zu fördern. Haben Sie Interesse und Zeit - vielleicht gemeinsam mit Familie, Freunden, Arbeitskollegen, Schülern, als Team, Schulklasse, Firma oder Verein - eine frisch angesähte Magerwiese über die ersten zwei bis drei Jahre zu begleiten und aufkommende Neophyten zu entfernen? Sie leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung und Förderung der heimischen Vielfalt. Das Team der LGU unterstützt Sie dabei. Wir freuen uns über Ihr Interesse und stehen bei Rückfragen gern zur Verfügung!

Magerwiesen sind besonders artenreiche Lebensräume. Auf kleinem Raum finden sich rasch 50 verschiedene Pflanzenarten. Diese Vielfalt und der eher lockere Bewuchs, der die Sonnenwärme bis zum Boden durchdringen lässt, bilden auch die Lebensgrundlage für zahlreiche Tierarten. Insekten sind für die Bestäubung wichtig und sind ausserdem Nahrungsgrundlage von Vögeln, Amphibien, Reptilien oder Säugetieren. Magerwiesen werden nur ein- bis zweimal pro Jahr gemäht und sind daher wichtig für bodenbrütende Vogelarten wie die Feldlerche. Junge Feldhasen finden Deckung und Wärme.

Leider werden Magerwiesen immer seltener und gehören zu den bedrohten Lebensräumen.

Die LGU setzt sich seit längerem dafür ein, dass sie bei Eingriffen an geeigneten Standorten neu geschaffen werden: bei Dammsanierungen, an Strassenböschungen, Zufahren oder bei Überbauungen.

Pflanzen, die sich auf mageren Böden wohlfühlen, wachsen nicht so schnell wie beispielsweise die amerikanischen Goldruten oder der asiatische Sommerflieder, sogenannte invasive Neophyten.

Bisher wurde von der öffentlichen Hand wegen knapper Ressourcen zumeist auf eine Magerwiesenansaat verzichtet. Statt dessen wurden schnellwüchsige und nicht standortgerechte Ansaaten ausgebracht, die "schnelles Grün" bescheren und zudem das Aufkommen von Neophyten verhindern sollten.

Aus Sicht des Artenschutzes geht dadurch immenses Potential für die heimische Biodiversität verloren. Die LGU konnte die zuständigen Behörden davon überzeugen, künftig auf standortgerechte, heimische und magere Ansaaten zu setzen. Das wird allerdings nur funktionieren, wenn durch eine regelmässige Betreuung der Magerstandorte sichergestellt ist, dass invasive Neophyten frühzeitig entfernt werden.

LGU-Mitteilungen Nr. 75 vom Dezember 2015
Die Vernetzung von Lebensräumen, der Erhalt und die Förderung von artenreichen Magerwiesen oder ein angemessener Umgang mit dem Biber - in unseren Mitteilungen informieren wir über aktuelle Themen.
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