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Feuchtgebiete und Klimawandel

Das Motto des diesjährigen Welttages der Feuchtgebiete, war Titel und Inhalt einer gemeinsamen Abendveranstaltung von LGU, BZG und LOV im Rathaussaal Vaduz. Die Veranstalter waren erfreut und beeindruckt von der unerwartet hohen Besucherzahl.

"Feuchtgebiete sind Klimaschützer" schrieb das Liechtensteiner Volksblatt in seinem Echo auf den informativen Abend.

Der Weltfeuchtgebietstag (World Wetlands Day) wird jedes Jahr am 2. Februar begangen. Er hat seinen Ursprung in der Ramsar Konvention und steht jedes Jahr unter einem anderen Motto. Weltweit finden Veranstaltungen statt, um auf die Bedeutung von Feuchtgebieten, ihre Bedrohungen und die Konsequenzen, die mit dem Verlust von feuchten Lebensräumen einhergehen, aufmerksam zu machen.

"Ramsar Gebiet" ist kein Schutzstatus, sondern ein Gütesiegel für besonders wertvolle Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung, wie Monika Gstöhl in der Begrüssung erklärte. Das Naturschutzgebiet Ruggeller Riet ist Liechtensteins einziges Ramsar-Gebiet.

Dr. Heike Summer vom Amt für Umwelt zeigte in ihrem Beitrag auf, wie sich der Klimawandel bisher auf Liechtenstein auswirkt und was passieren könnte, wenn dieser nicht eingedämmt werden kann. Unter anderem müsste man mit bis zu 80 Hitzetagen pro Jahr rechnen. Die Durchschnittstemperatur ist bei uns bereits heute um rund zwei Grad höher, als noch von 150 Jahren.

Es ist bekannt, dass Moore, wie das Flachmoor Ruggeller Riet, wertvolle und bereits seltene Lebensräume für Tier- und Pflanzengesellschaften sind. Intakte Moore speichern aber auch grosse Mengen an Treibhausgasen und haben eine grosse Kapazität zum Speichern von Wasser. Dadurch spielen sie auch eine wichtige Rolle im Klimawandel.

Der Biologe Rudolf Staub zeigte eindrucksvoll auf, wie durch ein Renaturierungs- und Wiederbewässerungsprojekt im Hochmoor Gamperfin der fortschreitenden Zersetzung und dem damit verbunden Freisetzen von Treibhausgasen entgegengewirkt wurde. Im Rahmen eines Monitorings konnte bereits nachgewiesen werden, dass sich die Revitalisierung sehr positiv auf die Lebensräume auswirkte. Bilder von wertvollen und selten gewordenen Pflanzengesellschaften zeigten dies anschaulich auf.

Es ist schon länger bekannt, dass sich die Pflanzengesellschaften im Naturschutzgebiet Ruggeller Riet verändern und auf einen immer trockneren und nährstoffreicheren Lebensraum hinweisen. Die letzten Erhebungen aus dem Jahr 2018 bestätigten dies.

Zuständig für die Pflege des Naturschutzgebietes ist das Land. Allerdings seien laut Amtsleiter Helmut Kindle bisher keinerlei Massnahmen geplant, um den unliebsamen Entwicklungen entgegenzuwirken.

Termine
"Sag mir, wo die Blumen sind" Exkursionen, Spaziergänge und Vorträge im Rahmen eines Kooperationsprojektes des Kunstvereins Schichtwechsel mit der Kunstschule Liechtenstein und der LGU Mittwoch 29.Mai 2019 - Freitag 04.Oktober 2019 Schaan
Informations- und Diskussionsabend zum Thema "Wald-Wild-Jagd" Die öffentliche Veranstaltung zu dem brisanten und hochaktuellen Thema wird von der Liechtensteiner Jägerschaft organisiert. Dienstag 20.August 2019 19:00 - 21:00 Aula, Liechtensteinisches Gymnasium, Vaduz
Vortrag: Wildtierkorridore im Alpenrheintal Vortrag von Peter Eggenberger. In Zusammenarbeit mit dem Küefer-Martis-Huus. Mittwoch 28.August 2019 20:00 - 21:30 Küefer-Martis-Huus, Giessenstrasse 14, Ruggell
Exkursion: Auf den Spuren des Alpenrheins Exkursion in die Mastrilser Rheinauen. In Zusammenarbeit mit dem Haus Gutenberg Samstag 07.September 2019 08:30 - 12:30 Treffpunkt: Parkplatz Haus Gutenberg
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